Einkaufen, bummeln und genießen in historischem Ambiente

Die Straßburg-Passage in Görlitz zählt zu den wenigen noch erhaltenen Jugendstil-Passagen in Europa. Ihr Bau erfolgte im Jahre 1908 und markiert einen der letzten Höhepunkte der nach Gründung des Deutschen Reiches im Jahre 1871 auch in Deutschland in Mode gekommenen Einkaufs-/Unterhaltungszentren. Otto Straßburg, Namensgeber und Gründer, wollte durch die Zusammenführung von Spezialgeschäften, Gastronomie und Unterhaltung in Görlitz einen Erlebniseinkauf ermöglichen. Für Planung und Ausführung der Passage flossen nationale sowie internationale Erfahrungen, u.a. von Paris und Mailand ein.

Nach der Wiedervereinigung Deutschlands erwarb Wolfgang Straßburg, der Enkel von Otto Straßburg, das Objekt 1992 käuflich von der Stadt Görlitz und kam mit weiteren Investoren der Verpflichtung der Revitalisierung der Passage nach. Dies bedeutete, die Passage modernen Anforderungen entsprechend ihrer ursprünglichen Nutzung zuzuführen, und zwar in Abstimmung mit dem Denkmalschutz. Die ursprüngliche Konzeption, mit einer Vielzahl von Einzelhandelsgeschäften, Dienstleistern und Gastronomie sowie zusätzlichen Veranstaltungen in der Passage den Kunden zu unterhalten und einen Erlebniskauf zu ermöglichen, erwies sich damals wie heute als nachhaltig, da vom Kunden gewünscht.

Das Objekt erfüllt zudem moderne städtebauliche Anforderungen zur Wiederbelebung der Innenstädte. So befinden sich außer den Ladengeschäften im Erdgeschoss weitere große Mietflächen in den Obergeschossen. Dank der Mieter mit ihrem vielfältigen Sortiment ist die Straßburg-Passage wieder zu dem geworden, was sie viele Jahre war, nämlich ein Mittelpunkt im Geschäftsleben der Europastadt Görlitz/Zgorzelec.